Mobiler Internet-Zugang über D1 und CSD


Der CSD-Internet-Zugang von D1 ist gekoppelt an den Online-Dienst "T-Online". Das heißt, Zugriff ist nur dann möglich, wenn man T-Online-Kunde ist. T-Online bietet allerdings einen speziellen Account-Typ an für Nutzer, die ausschließlich den mobilen Internet-Zugang per Handy brauchen.

Das Remotenetzwerk findet sich als Eintrag im Start-Menü des HandheldPC unter Programme - Kommunikation. Über das Symbol "Neue Verbindung herstellen" wird ein Konfigurationsdialog aufgerufen, über den das komplette Zugangsprofil für einen Internet Service Provider eingerichtet und gespeichert werden kann. Das fertig eingerichtete Zugangsprofil wird als eigenes Symbol im Remotenetzwerk angezeigt und kann später nach Belieben editiert werden (Symbol markieren, ALT-Taste und Antippen, im Kontextmenü "Eigenschaften" wählen). Der Verbindungsaufbau geschieht entweder durch Aufrufen des gewünschten Zugangsprofils im Remotenetzwerk oder durch Auswählen des Profils im Internetoptionen-Dialog des Pocket Internet Explorer. Aber der Reihe nach:

  1. "Neue Verbindung herstellen" aufrufen

Im ersten Dialogfenster wird zunächst ein aussagekräftiger Name für das Zugangsprofil festgelegt. Dieser Name erscheint später unter dem Symbol des Profils im Remotenetzwerk bzw. in der Auswahlliste eingerichteter Verbindungen in den Internetoptionen. "D1 GSM" oder "D1 CSD" bieten sich als Namen für das Profil an.
Außerdem muß noch festgelegt werden, daß es sich um eine DFÜ-Verbindung handelt. Bei direkten Verbindungen werden einige der folgenden Dialogfenster nicht angezeigt, die notwendigen Einstellungen können nicht getroffen werden.

Anschließend auf den Button "Weiter" klicken bzw. mit dem Stift tippen.

  1. Geeignetes Modem auswählen

Der zweite Schritt ist das Auswählen des passenden Modems. Bei Verbindungen über Handy ist dies entweder ein "Generisches IrDA Modem", wenn die Verbindung zwischen HandheldPC und Mobiltelefon über Infrarot erfolgt, oder "Hayes-kompatibel an COM1", wenn ein geeignetes Datenkabel verwendet wird. Verfügt das Handy über eine Bluetooth-Schnittstelle und wird am Handheld eine Bluetooth-Erweiterungskarte nachgerüstet, kann die Verbindung zwischen den beiden Geräten auch per Funk erfolgen. In diesem Fall stellt der Bluetooth-Treiber am Handheld den zusätzlichen Eintrag "Bluetooth Telefon" (oder ähnlich) in der Auswahlliste zur Verfügung.

Hinweis: Da im Zugangsprofil auch gespeichert wird, welche Verbindung zwischen Handheld und Modem bzw. Handy verwendet werden soll, sollte man für jede genutzte Verbindung ein eigenes Profil anlegen. Andernfalls muß vor jedem Verbindungsaufbau der Modemtyp neu ausgewählt werden.

Je nach gewählter Verbindung kann es notwendig sein, den jeweiligen Anschluß zu konfigurieren. Möglichkeiten dazu hat man über den Button "Einstellungen".

  1. Anschlußeinstellungen

Für die serielle Kommunikation über IrDA oder Datenkabel müssen Übertragungsgeschwindigkeit und Protokolldaten eingestellt werden. Welche konkreten Werte einzustellen sind, hängt vom verwendeten Handy ab. Der Internet-Zugang per CSD ist allerdings mit 9600 bzw. 14400 Baud so langsam, daß die maximale Übertragungsgeschwindigkeit über Kabel oder Infrarot zwischen Handy und Handheld noch keine Rolle spielt. Die im Screenshot gezeigten Einträge sollten mit allen gängigen Mobiltelefonen per IrDA-Kommunikation funktionieren.

Konfiguriert werden müssen zusätzlich noch die Anrufoptionen. Das zugehörige Dialogfenster ist über den gleichnamigen Karteireiter zu erreichen.

  1. Anrufoptionen

Der Anrufoptionen-Dialog ist darauf ausgelegt ein Festnetzmodem zu konfigurieren. So ist standardmäßig beim Anlegen eines neuen Zugangsprofils die Option "Vor dem Wählen auf Freizeichen warten" aktiviert - im Festnetz macht das Sinn, im Mobilfunknetz nicht. Beim Internet-Zugang über Handy muß die Option deshalb deaktiviert werden.

Im Eingabefeld "Weitere Einstellungen" kann z.B. ein Init String für das Modem festgelegt werden, der vor dem Verbindungsaufbau ans Handy geschickt werden soll. Ein Init String ist meist dann nötig, wenn eine HSCSD-Verbindung gewünscht ist und über sogenannte AT-Befehle das Modem bzw. Handy vor dem Verbindungsaufbau konfiguriert werden muß. D1 bietet HSCSD nicht an, entsprechend ist hier im Normalfall kein Eintrag nötig.

Über "Ok" kehrt man in die Modemauswahl zurück. Die Verbindung zwischen Handheld und Mobiltelefon ist damit fertig konfiguriert. Fehlen noch die Einstellungen für den mobilen Internet-Zugang. Der zugehörige Optionsdialog erscheint, wenn man in der Modemauswahl auf "Weiter" klickt bzw. mit dem Stift tippt.

  1. TCP/IP-Einstellungen

Das Internet ist nichts anderes als ein weltumspannendes Netzwerk. Entsprechend finden sich bei der Zugangskonfiguration einige Optionsfelder, die in ähnlicher Form auch bei den Einstellungen für einen LAN-Zugang von Bedeutung sind.

Unter "Allgemein" ist zunächst eine IP-Adresse für den Handheld festzulegen. Beim Internet-Zugang über D1/T-Online wird die IP-Adresse dem Client automatisch mitgeteilt. Deshalb muß hier die Checkbox "Vom Server zugewiesene IP-Adresse" markiert werden.

  1. Namensserver

Ein sogenannter Domain Name Server (oder kurz DNS) sorgt dafür, daß Klartextnamen wie "www.rothberger.net" in die jeweils zugehörige IP-Adresse übersetzt werden. Ohne DNS müßte der Client direkt über die IP-Adresse mit dem Webserver Kontakt aufnehmen, das heißt der Benutzer müßte sich die vier Zahlenblöcke der IP-Adresse merken, um einen interessanten Webserver wieder zu finden. Die Klartextnamen bleiben üblicherweise deutlich besser in Erinnerung...

Die Adresse dieses Namensservers wird bei der Verbindungsaufnahme über D1 dem Client automatisch mitgeteilt. Deshalb ist auch hier die Option "Vom Server zugewiesene Adressen" auszuwählen. Die zugehörige Dialogbox findet sich unter der Rubrik "Namensserver". Anschließend auf "OK" klicken bzw. mit dem Stift tippen.

  1. Rufnummer eingeben für die DFÜ-Verbindung

Fehlt noch die Angabe, welche Nummer das Handy für die Verbindungsaufnahme mit dem Internet anwählen soll. Der T-Online-Zugang des Netzbetreibers D1 ist unter 4122 zu erreichen. Diese Nummer bitte im Feld "Telefonnummer" eintragen, "Ländervorwahl" und "Ortsvorwahl" bleiben leer.

Die Logik hinter der Rufnummern- und Standortverwaltung des HandheldPC ist etwas eigentümlich. Normalerweise würde man in diesem Fenster noch die Checkbox "Ohne Vorwahl" markieren wollen, da die eingegebene Rufnummer ja keine Vorwahl hat. Tatsächlich meint die Checkbox aber etwas anderes: Sofern ich eine Nummer samt Vorwahl eingetragen habe, kann ich über diese Option festlegen, daß die eingegebene Vorwahl grundsätzlich ignoriert wird. Also bitte die Checkbox unangetastet lassen, andernfalls meldet der Assisstent einen Fehler.

Der Button "Fertig stellen" speichert die Konfigurationsdaten in einem Zugangsprofil, das jederzeit über das Programm Remotenetzwerk aufgerufen oder in den Internetoptionen des Pocket Internet Explorer ausgewählt werden kann, um die Verbindung aufzubauen.

  1. Verbindungsaufbau

Vor dem Verbindungsaufbau über den Button "Verbinden" müssen Benutzername und Kennwort eingegeben werden. Diese LogIn-Daten werden von T-Online nach der Anmeldung vergeben. Über die Checkbox "Kennwort speichern" kann man festlegen, daß diese LogIn-Daten beim nächsten Verbindungsaufbau nicht erneut eingetragen werden müssen.

Wichtig vor dem ersten Verbindungsaufbau ist das Überprüfen der Rufnummern- und Standortkonfiguration. Oben rechts in der Zeile "Telefon:..." wird angezeigt, welche Nummer der Handheld mit der aktuellen Konfiguration anzuwählen versucht. Die Standardeinstellungen passen in der Regel nicht, wenn der Verbindungsaufbau über ein Mobilfunknetz erfolgt.
Das zuständige Dialogfenster ruft man über den Button "Wahleigenschaften" auf.

Die meisten der konfigurierbaren Wahlparameter sind beim Zugang über das Mobilfunknetz unerheblich. Wichtig ist ein zweites Fenster, das über den Button "Wahlmuster" zu erreichen ist:

Das Wahlmuster legt im Detail fest, welche Nummer gewählt wird. So, wie wir in Schritt 7 die Zugangsrufnummer des Netzbetreibers eingetragen haben, geht der Handheld immer davon aus, es handle sich um ein Auslandsgespräch. Deshalb versucht das Gerät, die Ländervorwahl mit anzuwählen. Um dies zu unterbinden, muß das "e" im Eingabefeld "Bei Auslandsgesprächen" entfernt werden. Am besten editiert man alle drei Wahlmuster und legt über ein "G" fest, daß ausschließlich die eingetragene Zugangsnummer angewählt wird, unabhängig vom Standort stets ohne Orts- oder Ländervorwahl.

Das fertige Zugangsprofil kann manuell aufgerufen werden über das zugehörige Symbol im Remotenetzwerk oder über die Internetoptionen so konfiguriert werden, daß bei jedem Zugriff auf Internet-Inhalte automatisch dieses Profil genutzt werden soll. Das entsprechende Dialogfenster findet sich in der Systemsteuerung unter Internetoptionen/ Verbindungen.


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